Klatschmohn

Ausstellung des BUND Naturschutz in der Gemeindebibliothek in Neubiberg

In unserer meist bis auf den letzten Quadratmeter genutzten Landschaft werden die Lebensräume für Wildpflanzen immer kleiner. „Wilde Ecken“ in Dörfern und Städten gewinnen damit als Rückzugsgebiete zunehmend an Bedeutung. Straßen und Wegränder, Mauern und Zäune, offene Böden, Schuttplätze oder Brachflächen bieten einer ganzen Reihe besonders anpassungsfähiger Pflanzen gute Lebensbedingungen. Diese "Ruderalpflanzen" sind kein Unkraut, sondern Multitalente. Sie besiedeln von Menschen geschaffene, aber nicht genutzte Standorte - sogenannte Ruderalflächen (vom lateinischen "Rudus" = Schutt, Mörtel). Spontan und ohne Zutun des Menschen finden sich hier auch Wildpflanzen des Grünlands (z.B. Gewöhnliche Schafgarbe), Wildpflanzen der Äcker (z.B. Echte Kamille und Stockrose ) und verwilderte Kulturpflanzen. 

Ruderalpflanzen sind gut für Mensch und Tier:

  • Pflanzen im Siedlungsbereich binden Staub und schützen offene Böden vor Austrocknung und Erosion.
  • Wildpflanzen begleiten uns als Teil der Stadtnatur durchs Jahr. Mit ihrer Farbenpracht und Formenvielfalt sind Ruderalpflanzen auch optisch ein Genuss!
  • Die trocken-warmen Ruderalflächen mit ihrer Pflanzenvielfalt sind ein Paradies für Insekten und insektenfressende Tierarten wie z.B. Spinnen, Fledermäuse, Spitzmäuse, Eidechsen oder viele Vögel.

Um diese Pflanzen dreht sich alles bei der Ausstellung "Wilde Pflanzen vor der Tür", die der Bund Naturschutz vom 9. bis 24. März 2021 in der neu eröffneten Gemeindebibliothek im Haus für Weiterbildung am Rathausplatz in Neubiberg zeigt.

Dienstag, 18. Mai bis Samstag, 5. Juni 2021
Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr: 11 – 13 und 14 – 19 Uhr, Mi 11 – 13 und 14-16 Uhr,
Sa 10 – 14 Uhr
Kostenfrei